Einführung in die italienisch-schwedische Gesangsmethode

UNTERRICHT MIT CHRISTIAN HALSEBAND VOM 16. BIS 19. AUGUST IN MAINZ

  • Eine professionelle Herangehensweise, um die sängerischen Ziele möglichst effizient zuerreichen.
  • Klare, einfache Erklärungen, Bilder und Beschreibungen: „a simple set of rules“ (AlanLindquest), um die zum Singen notwendigen Reflexe im Körper zu wecken.
  • Ein individuell einfühlendes Miteinander - Gesangunterricht betrifftden ganzen Menschen (Alan Lindquest).
  • Effektives, selbständiges Üben.
  • Durch das Gefühl einer freien Stimme wird die Freude und Begeisterung amSingen (wieder)geweckt.
  • Stimmliche Probleme werden behutsam beseitigt.

ch sw rahmen

An der italienisch-schwedische Gesangsmethode orientierten sich u.a. Kirsten Flagstad, Jussi Björling und Birgit Nilsson. Die Lehrer Alan Lindquest und David L. Jones entwickelten sie weiter. Dem Schüler werden einfache Regeln an die Hand gegeben, mit denen er auch selbständig üben kann. Der Prozess des Lernens ist genauso wichtig wie das Resultat. Ziel ist ein frei funktionierendes „Instrument“ mit guter Resonanz und Tragfähigkeit, Flexibilität, großem Stimmumfang, individuellem schönem Klang mit ausgeglichenem Vibrato und guter Textverständlichkeit. Dadurch kann der Sänger frei mit dem Publikum über die Musik kommunizieren. Die Gesangstechnik ist nicht Selbstzweck, sondern nur ein Mittel, um dem Sänger den freien und kompletten Zugang zu seinem Instrument zu ermöglichen. Ausgehend von der für das Singen gesunden und richtigen Körperhaltung werden die Atemreflexe geweckt.

Das Falsett und die Bruststimme werden von oben nach unten gemischt. Der Übergang (Passaggio) wird durch Übungen ausgeglichen, die die natürliche „Deckung“ ermöglichen, also eine „akustische, nicht muskuläre Veränderung der Vokale“ [Jones]. Reflexe des Körpers werden in die richtige Koordination gebracht. Ein Sänger hört sich selbst anders als seine Umwelt, also werden die für das Singen wichtigen Sinneswahrnehmungen geschult. Dadurch kann der Sänger in der Aufführung verschiedene Klangfarben und einen überzeugenden musikalischen Ausdruck erreichen, ohne über die Technik nachzudenken. Die vielen für gutes Singen wichtigen Gegensätze werden in Balance gebracht: hell – dunkel, Kehlöffnung – Fokus, tiefer Atem – hohe Töne etc.

Diese Gesangstechnik ist auch für andere Stilrichtungen wie z.B. Jazz geeignet. Es ist für jeden sinnvoll, den gesunden Umgang mit der Stimme zu erlernen. Kann man mit seinem Instrument gut umgehen und weiss, wie es funktioniert, kann man problemlos verschiedene Stile überzeugend singen – und auch sprechen. „Auf der Grundlage von innerer Ruhe, Stille, Geduld und Vertrauen, angetrieben durch das Verlangen zu Singen, ist die Ausbildung der Stimme die Entwicklung eines körperlichen Instrumentes, das zur richtigen Form und Funktion ausgebildet werden muss durch:

  1. 1. Das GEFÜHL für die richtige Haltung.
  2. 2. Das GEFÜHL für die richtigen Atemreflexe.
  3. 3. Das GEFÜHL der Entspannung im Schluckapparat.
  4. 4. Das GEFÜHL der offenen Resonatoren.
  5. 5. Das GEFÜHL für die richtigen Bewegungen des Artikulationsapparates.“

[Alan Lindquest, aus einem Artikel des Journals der National Association of Teachers of Singing, USA im Mai 1955]

© 2003 Christian Halseband - Bei Interesse bitte Kontakt aufnehmen: www.gesanglehrer.de

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